Was ist Iontophorese?

Iontophorese bezeichnet die Aufnahme von Arzneistoffen über die Haut mithilfe eines elektrischen Stromes. Bei der Behandlung von starkem Schwitzen oder bei einer starke Schweißneigung wird die Leitungswasseriontophorese, eine Form der Gleichstromtherapie, angewandt. Bei dieser Variante der Iontophorese werden keine zusätzlichen Arzneistoffe oder Medikamente verwendet, normales Leitungswasser ist vollkommen ausreichend. Dadurch ist die Leitungswasseriontophorese die nebenwirkungsärmste und sicherste Form der Iontophorese. Studien zur Therapie belegen eine Wirksamkeit der Behandlung von 80-90%.

Das Verfahren der Leitungswasseriontophorese basiert dabei auf der Verwendung von einer Spannungsquelle, zwei Elektroden, Leitungswasser und Hilfsmitteln (in Abhängigkeit vom Bereich des Schwitzens). Zusammengefasst werden die Bestandteile als Iontophoresegerät bezeichnet. Besteht die Schweißneigung vermehrt im Bereich der Hände und Füße, werden für die Behandlung zwei mit Leitungswasser gefüllte Wannen verwendet. Innerhalb der beiden Wannen sind Elektroden angebracht, die mit der Spannungsquelle verbunden sind.

Bei starkem Schwitzen in den Achseln hingegen werden so genannte Schwammkissen verwendet. Diese werden bei der Behandlung unter die Arme geklemmt und entsprechend mit den Elektroden verbunden. Sind alle Vorbereitungen getroffen, startet der Anwender die Behandlung: Ein Gleichstrom beginnt die entsprechenden Körperregionen zu durchfließen und die Iontophorese setzt ein.